"In unsere Pflichtschulen wurden im Jahr 2012 insgesamt 79 Millionen Euro investiert. Um den Weg von der Hauptschule zur Mittelschule zu unterstützen, wurde ein eigenes blau-gelbes Projektkonto mit fast 100.000 Euro eingerichtet, das letztes Jahr 96 Hauptschulen in Anspruch genommen haben", sagte Wilfing in seinem Statement. Gestartet sei das Land Niederösterreich im Jahr 2009 mit 50 Mittelschulstandorten, heute habe man bereits 150 Standorte und dazu würden weitere 100 Klassen mit 48 Standorten im Schuljahr 2013/2014 kommen. Bis zum Schuljahr 2014/2015 sei die Umstellung von der Hauptschule zur neuen NÖ Mittelschule abgeschlossen.
Talente fördern
Das Neue an der NÖ Mittelschule sei, so der Landesrat weiter, die Differenzierung ab der siebenten Schulstufe, um die Talente, Begabungen und Stärken der Schüler zu fördern, oder auch die Kinder-Eltern-Lehrer-Gespräche, die eine neue Form der Kommunikation darstellten. "Lehrerteams kümmern sich um das einzelne Kind, und Kooperationen zwischen den Standorten werden gelebt, was besonders bei den vielen kleineren Schulen im ländlichen Raum wichtig ist. Die Absolventen der NÖ Mittelschule erhalten dem Gymnasium gleichwertige Berechtigungen. Immerhin erreichen 75 Prozent aller Maturanten in Niederösterreich die Reifeprüfung über die Haupt- bzw. Mittelschule", betonte Wilfing.
Eigenständiger Weg
Niederösterreich gehe seinen eigenständigen Weg im Bereich der Bildung und stütze sich auf eine Evaluierung, die professionell durchgeführt werde, meinte der Landesrat. Wichtig seien eine ausreichende Autonomie der Schulen und eine lebendige Schulpartnerschaft unter Einbindung von Gemeinden, Wirtschaft und kulturellem Geschehen. Der Schulstandort bestimme seine Schwerpunkte und seine Lehr- und Lernkultur. "Dazu bieten wir als Bundesland Niederösterreich ein Team regionaler Bildungsmanager, ein Kompetenzzentrum zur Begleitung sowie Qualitätsentwickler und Lerndesigner an", sagte Wilfing. Laut der nunmehr präsentierten Evaluierung helfen sich 95 Prozent der Schüler bei Aufgabenstellungen gegenseitig, bewerten 81 Prozent der Schüler den Unterricht als interessant und abwechslungsreich und sagen 80 Prozent der Schüler, dass sich der Unterricht nach ihren Wünschen ausrichtet. Dazu geben 80 Prozent der Schüler an, keine Nachhilfe in Anspruch zu nehmen, so der Landesrat.
Erfolgsfaktor Schule
Hopmann führte aus: "Wir begleiten die Schulkinder über mehrere Jahre hinweg, haben über 20.000 Schüler sowie Eltern und Lehrkräfte befragt und viele Schulbesuche hinter uns. Lernmotivation und Schulklima in den NÖ Mittelschulen sind sehr gut, die Herausforderung für die Schulen besteht nun darin, das Erreichte zu stabilisieren." Helm sagte: "Der Erfolgsfaktor einer guten Schule liegt im Unterricht und in den Lehrerinnen und Lehrern. Uns geht es um das Kind, um die Qualität im Unterricht und darum, die Lehrer auf die neue NÖ Mittelschule entsprechend vorzubereiten."




