Neben Westeuropa, allen voran Deutschland und Italien, sind die CEE-Märkte Tschechien, Ungarn, Polen und die Slowakei von großer Bedeutung für die niederösterreichische Exportwirtschaft. Auch die im Jahr 2011 gestarteten Exportoffensiven in Russland und Türkei entwickeln sich im ersten Halbjahr 2013 sehr zufriedenstellend. Genauso wie auch die Exportoffensive in die Vereinigten Arabischen Emirate (V.A.E.), wo die niederösterreichischen Unternehmen ein Exportplus von 21,9 Prozent verzeichnen.
Zusammenspiel mit Wirtschaft funktioniert
Dass das Zusammenspiel zwischen den niederösterreichischen Exportunternehmen und dem Land Niederösterreich gut funktioniert, illustriert das Beispiel von Delta Bloc. Dieses Unternehmen hat im November 2013 an einer von Land Niederösterreich, Wirtschaftskammer NÖ, Industriellenvereinigung NÖ und ecoplus International durchgeführten Wirtschaftsdelegationsreise in die V.A.E. teilgenommen. Die Delta Bloc International GmbH aus Sollenau veranstaltete vor kurzem gemeinsam mit dem lokalen Partner "Doha Technical Laboratories" ein Symposium in Katar zum Thema "Betonschutzwände für Verkehrssicherheit". Die Vereinigten Arabischen Emirate sind für niederösterreichische Unternehmen ein ideales Sprungbrett in den gesamten Golfraum, wie der Schalungstechnik-Spezialist Doka aus Amstetten zeigt: Nach dem Burj Khalifa in Dubai, dem bislang höchsten Gebäude der Welt, ist Doka nun auch an weiteren Projekten beteiligt. Doka erhielt vor kurzem den Auftrag, die Schalung des höchsten Gebäudes der Welt, den Kingdom Tower in Dschidda (Saudi-Arabien), durchzuführen.
Chance durch Weltausstellung
"Dass die Vereinigten Arabischen Emirate, allen voran Dubai, den Zuschlag für die Weltausstellung 2020 erhalten hat, gerade im Bau-und Infrastrukturbereich noch enorme Chancen für niederösterreichische Unternehmen bieten, steht außer Zweifel. Diese gilt es für Niederösterreichs Unternehmen weiter zu nutzen. Denn neben unseren traditionellen Exportländern wie Deutschland und Italien, ist es wichtig, neue Märkte aufzubereiten, um langfristig das Wirtschaftswachstum in Niederösterreich zu sichern", so Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer NÖ.
Wachsende Wertschöpfung durch neue Märkte
Ähnlich beurteilt auch Johann Marihart, Präsident der Industriellenvereinigung NÖ, die Situation: "Unsere wichtigste Zukunftssäule ist die wachsende Weltwirtschaft. Das starke Wirtschaftswachstum der neuen Märkte wird der verarbeitenden Industrie und den nachgelagerten Dienstleistungen höhere Wertschöpfung ermöglichen. Das höchste Wachstum bis 2020 erfahren dabei die Sektoren Metalle, Chemikalien, Energie und Transport, weil sie mit der steigenden Weltnachfrage wachsen. Bereiche, in denen Niederösterreichs Industrie bereits heute zur Weltspitze zählt."




