NÖ Gesundheitsprojekt europäischer Export-Schlager

Landeshauptmann-Stellvertreter und NÖGUS-Vorsitzender Mag. Wolfgang Sobotka begrüßte eine sechsköpfige Delegation aus der deutsch-polnischen Region Spree-Neiße-Bober in St. Pölten. Ziel des Besuchs war der gemeinsame Erfahrungsaustausch und die Vorstellung des Projekts "healthacross in practice" zur Behandlung tschechischer Patienten am Landesklinikum Gmünd. Die Region Spree Neiße-Bober plant ein ähnliches Projekt, um deutsche Patienten in einem polnischen Klinikum zu versorgen.

"Wir freuen uns, dass ‚healthacross in practice’ auch in anderen europäischen Regionen Schule macht. Am Beispiel Gmünd haben wir gezeigt, dass die Grenzen auch in der Gesundheitsversorgung fallen müssen. Davon profitiert Niederösterreich enorm: wohnortnahe Versorgung, Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region", so Landeshauptmann-Stellvertreter Sobotka. Das Landesklinikum Gmünd liegt direkt an der Staatsgrenze zu Tschechien. Bisher konnten tschechische Patienten aus dem Nachbarort Ceske Velenice nicht in Gmünd behandelt werden, außer sie hätten die Behandlungskosten selbst bezahlt. Das nächste Krankenhaus auf tschechischer Seite liegt 60 Kilometer entfernt, der nächste Notarztwagen über 30 Kilometer. Die Behandlung erfolgt innerhalb bestimmter Ordinationsstunden, akute medizinische Notfälle werden umgehend behandelt. Dolmetscher und tschechischsprachige Mitarbeiter helfen bei der Kommunikation zwischen Patient und Krankenhauspersonal. Derzeit werden Gespräche mit den beteiligten Organisationen in Südböhmen geführt, um die ambulante Behandlung tschechischer Patienten in Gmünd auf stationäre Behandlung zu erweitern.